Wie identifizieren wir die Produktvision? (agilecoach.de Ausbildungskanal)

Video Nr. 5 aus dem agilecoach.de Ausbildungskanal auf YouTube: „Wie identifizieren wir die Produktvision?“.

In diesem Video zeige ich Euch drei Methoden, um Ideen für die Produktvision zu finden.

<< Hier geht’s zum Ausbildungskanal auf YouTube >>

Hier direkt das Video…

 

Vollständige Transkription des Videos:

Wie finden wir Ideen für unsere Produktvision?

Für den Fall, dass uns die Produktvision noch überhaupt nicht vorliegt und wir auch noch gar keine Idee dazu haben, gibt es diverse Möglichkeiten. Drei Methoden möchte ich Euch in diesem Video vorstellen, nämlich: die Paarweise Konsolidierung, die Erinnerung an die Zukunft und das Passion Meter Protokoll.

Bei der paarweisen Konsolidierung holt Ihr erstmal alle notwendigen Leute aus dem Team, aus der Abteilung, aus den Fachbereichen, von Anwendern, Anwendergruppen, Kunden, wer auch immer, Managament. Ihr holt alle Beteiligten, die etwas zur Visionsfindung beitragen können in einen großen Raum und da fängt jeder Einzelne dieser Leute erst mal an, auf kleine Zettel – Post-Its oder was auch immer – einzelne Ideen zu der Vision zu schreiben. Also jeder Einzelne schreibt für sich so viele Ideen zur Vision, wie er finden kann. Das Ganze funktioniert so ein bisschen wie Brainstorming nur eben schriftlich, das heißt Brainwriting. Jeder schreibt einfach ungefiltert, unkommentiert seine Ideen auf Zettel. Im zweiten Schritt tun sich die Leute dann paarweise zusammen, diskutieren ihre Ideen, die sie gefunden haben und bilden daraus eine gemeinsame Teilmenge von Ideen, die die gemeinsame Vision schon eher widerspiegeln. Im nächsten Schritt passiert genau das Gleiche wieder, nur dass sich nicht zwei Leute zusammen tun, sondern es tun sich Paare zusammen, das heißt es bilden sich plötzlich Vierergruppen, die auch wieder mit ihren Ideen zur Vision kommen, das ganze wieder diskutieren, zusammenführen und mit einer gemeinsamen Teilmenge wieder eine, ja ein größeres, gemeinsames Verständnis zur Visionsidee formulieren können. Der Prozess wiederholt sich dann konsequent mit acht Leuten, mit 16, mit 32 solange, bis die komplette Menge der teilnehmenden Leute eingebunden ist und sich wirklich alle miteinander ganz zum Schluss auf eine gemeinsame Visionsidee einigen können. Das Ergebnis dieser Methode ist also eine Liste von Visionsideen, die muss gar nicht lang sein. Das Wichtige dabei ist, dass es das gemeinsame Verständnis dieser gesamten Gruppe widerspiegelt.

Die zweite Methode, die ich Euch vorstellen möchte, heißt „Erinnerung an die Zukunft“. Die stammt von den Innovation Games und heißt im Original „Remember the Future“. Das Ziel dabei lautet, das Verständnis herauszuarbeiten, was für den Kunden und den Anwender eigentlich Erfolg bedeutet. Die Beteiligten versetzen sich dazu mental in ein zukünftiges Datum, an dem sie das Produkt erfolgreich eingesetzt haben. Und aus dieser Perspektive gilt es nun, in der Gruppe die Frage zu beantworten: „Welche konkreten Vorteile hat Euch das Produkt gebracht?“ Die Antworten darauf können dann diskutiert werden, da könnt Ihr beliebige Moderationstechniken einsetzen, um so ein großes Set an Ideen wieder zu konsolidieren und am Ende zu einem gemeinsamen Verständnis zu kommen dieser Vorteilsideen, dieser Produktvisionsideen und das ist dann auch wieder die Basis für den nächsten Schritt.

Die dritte Möglichkeit, die ich Euch noch vorstellen möchte, um Visionsideen zu identifizieren, ist das Passion Meter Protokoll. Dabei schreibt jede Person, die beteiligt ist, kurze Phrasen, Stichworte oder eben Visionsideen auf kleine Zettel oder Post-Its. Die Karten hängen wir an eine Wand, gut sichtbar für alle und doppelte Karten können wir gleich clustern, also gruppieren. Am Ende gehen wir über alle Karten einmal und alle Gruppen einmal drüber und jede anwesende Person stimmt über jede einzelne Karte bezüglich ihres Leidenschaftswertes ab. Das heißt, mit Fingern von 1 bis 5. 1 bedeutet: „Ich bin da total leidenschaftslos. Das Thema, was auf dieser Karte steht, diese Idee, die berührt mich null, das ist mir grad vollkommen egal.“ 5 bedeutet: „Das ist die beste Idee, die ich jemand zu so einem Produkt gehört habe, und ich würde alles dafür tun, dass es dieses Produkt gibt und dass ich dabei sein kann, das Ganze umzusetzen.“ Für die hoch eingestuften Karten wiederholen wir diesen Vorgang dann solange, bis am Ende nur noch 3 Karten übrig bleiben. Das ist dann unser Ergebnis an Visionsideen und der Input sozusagen für den nächsten Schritt.

Euch fallen vielleicht noch andere Methoden ein. Wenn Ihr was habt, kommentiert das Video, schickt mir eine Email, ich mach dann eine erweiterte Version hier draus. Gar kein Problem, ich nehme alles an Input auf, was Ihr mir liefern könnt. Wichtig ist, dass Ihr eine Methode gefunden habt, von den dreien, die ich Euch jetzt präsentiert habe, oder auch eigene Möglichkeiten, damit Ihr auf Visionsideen kommt, die wir dann, im nächsten Schritt, benutzen können, um die tatsächliche , eigentliche Vision auch formulieren zu können. Und das machen wir im nächsten Video.

Bis gleich.

 


Im agilecoach.de Ausbildungskanal auf YouTube finden sich laufend neue Videos zu agilen Themen wie Scrum, Kanban, Lean, Lean Start-up und alle artverwandten Themen.

Ich freue mich über Eure Kommentare und vor allen Dingen über Eure Fragen, die ich in kommenden Videos beantworten kann. Schickt einfach eine Mail an marc.bless@agilecoach.de oder nutzt die Kommentarfunktion unter den Videos auf YouTube.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Copy This Password *

* Type Or Paste Password Here *

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Unsere Angebote