Der Scrum Master und seine Genres

Was ein Scrum Master von Oscar-Preisträgern lernen kann.

Der Scrum Master und seine Genres

Der wahre Künstler beherrscht sein Handwerk

Im Februar 2016 erhielt Leonardo DiCaprio den Oscar als bester Hauptdarsteller für seine Leistung als Trapper in „The Revenant“. Er kämpft sich jedoch nicht nur als Naturbursche durch die Wälder: als Charakterdarsteller beherrscht er die gesamte Palette schauspielerischen Könnens. In zahllosen Filmrollen verkörpert er unterschiedlichste Figuren perfekt. DiCaprios Spielkunst ist solides Handwerk. Er ist einer der Besten seines Faches.

Ähnlich einem Schauspieler ist auch der Scrum Master ein solider Handwerker – ein Meister seiner Branche.

Vom Soap-Star ins Dschungelcamp

Genauso wie es geschäftstüchtige Product Owner gibt, genauso gibt es träge Scrum Master. Der mittelmäßige Scrum Master spielt beharrlich die gleiche Rolle. Neues zu entdecken, ist ihm zu anstrengend. Einmal Soap, immer Soap, um in der Filmwelt eines Schauspielers zu bleiben. Doch diese einseitige Orientierung ist gefährlich für seine berufliche Entwicklung. Ändern sich die Ansprüche der Zuschauer, sinkt die Einschaltquote. Dann ist es mit der Serie bald vorbei. Den Soap-Stars droht der Abstieg als D-Promi in das Dschungelcamp.

Der professionelle Scrum Master ist in allen Genres zu Hause.

Typisch Scrum Master

Eine Reihe von Kriterien bestimmen, ob der Scrum Master nur so vor sich hin trottet oder ob er über sich hinauswachsen kann. Wenn er sich sträubt, ausgetretene Pfade zu verlassen, bleibt es beim: „Das haben wir immer so gemacht“. Der professionelle Scrum Master verhält sich Oscar-verdächtigt und bricht aus seiner Rolle immer wieder aus, um dem Team optimal zu helfen. Er fühlt sich in jeder Rolle wohl und verkörpert unterschiedliche Typen. Doch was ist hier typisch?

Als „Servant Leader“ des Teams fokussiert er die Bedürfnisse der Teammitglieder, erst dann denkt er an sich selbst. Er verhält sich kooperativ und kollegial, beseitigt Hindernisse und scheut sich nicht vor Auseinandersetzungen.

Als Entdecker fahndet er selbstständig nach Engpässen im Projektprozess. Proaktiv löst er sie selbst auf. Oder er zeigt dem Team, wie sie diese Probleme selbst auflösen können.

Als Beschützer schützt er das Team vor äußeren Störungen. Er kümmert sich um die schwachen Teammitglieder, unterstützt sie und ist für sie da. Den Starken fördert und fordert er, um sie zu höheren Zielen anzustacheln.

Der Scrum Master ist Koordinator aus Leidenschaft. Er sorgt dafür, dass sämtliche Scrum-Meetings vorbereitet sind und ergebnisorientiert ablaufen. Letztlich schafft der Scrum Master die Randbedingungen für das Team, sodass es Ergebnisse liefert. Wichtig ist ihm, dass das Arbeitsumfeld in einem stabilen Zustand bleibt.

Der Scrum Master beherrscht die Kunst der Rhetorik, da er vom Nutzen offener Kommunikation überzeugt ist. Er kommuniziert in alle Himmelsrichtungen und verkriecht sich nicht Mail-schreibend im Büro.

Als Moderator vermittelt er in schwierigen Situationen zwischen den Parteien und entschärft Konflikte im Team. Er ist ein aufmerksamer Gesprächspartner, der weiß, dass seine Teammitglieder unterschiedliche Bedürfnisse haben. Sehr gute Scrum Master kennen die Themen des Projektgeflüsters.

Fazit

Doch wie verhält sich ein Scrum Master, wenn er mit der großen Bandbreite seiner Werkzeuge doch einmal nicht weiterkommt? Er wird die Situation wahrnehmen, sich selbst und sein Verhalten dem Team gegenüber reflektieren und als Meister seines Faches anfangen, zu improvisieren. Dabei zeigt sich erst das wahre Können eines guten Scrum „Meisters“.

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