Scrum-Einführung und Coach the Coach

Marc Bless kam zu uns, um ein Team beim Start in die Scrum-Welt zu unterstützen. Den Einstieg stellten zwei Workshops dar. Einer war auf das lokale Management ausgerichtet, bei dem er diese Kollegen thematisch abholte, die anvisierten Ziele abstimmte und auch auf die Notwendigkeit ihrer Unterstützung einging. Der zweite Workshop war ein Team-Workshop, bei dem er die Bedürfnisse und Erwartungen der Teammitglieder abholte. Damit war die Basis für das weitere Vorgehen gelegt.
In einer zweitägigen Teamschulung vermittelte Marc dem Team einen Überblick zu Scrum. Anhand einer Simulation konnte das Team hautnah erleben, was es bedeutet nach Scrum zu arbeiten. Fragen der Teilnehmer waren stets willkommen und wurden von Marc fundiert und mit eigenen Erfahrungen versehen beantwortet.
Beim anschließenden Teamstart wurde mit der Erstellung der Working Agreements und der Definition-of-Done der Grundstein gelegt, welcher dem Team ab Tag 1 ihrer Reise als Anker dienen sollte.
Bei den regelmäßigen Folgetreffen mit dem Team half er den Kollegen bei ihrer Weiterentwicklung zu einem Scrum-Team, auch wenn das damals als eher unliebsames und teilweise penetrantes Fragen angesehen wurde. Zwischen seinen Besuchen stand er immer für Fragen per Mail bzw. Telefon zur Verfügung.

Das Team war von Anfang an offen für die Einführung von Scrum und war beim Training und auch danach stets interessiert und konstruktiv dabei. Während des Coachings wurde allen immer mehr bewußt, daß der Weg hin zur Selbstorganisation nicht immer einfach ist und immer wieder kleinere und größere Konflikte zu bewältigen sind. Anfangs wurde das Team von Anderen in der Organisation belächelt. Mittlerweile haben aber viele Kritiker erkannt, daß dieser Weg ein steiniger aber zielführender ist. Das Team war eine Keimzelle des agilen Gedankens, der mittlerweile größere Kreise in der Organisation gezogen hat.
Ich für meinen Teil, der damals frisch in die Rolle eines internen Coaches gewechselt war, habe einiges von Marc anhand von Beobachtungen und Gesprächen lernen dürfen. Das hat mir zweifelsohne dabei geholfen, schneller in die Rolle zu finden und mir meiner Verantwortung aber auch deren Grenzen bewußt zu werden.

Mittlerweile ist eine neue Offenheit in der Organisation erkennbar, welche sich immer mehr verbreitet und festigt. Probleme werden immer häufiger direkt angesprochen. Es wird weniger Energie in schnelle Symptombekämpfung gelegt, sondern vermehrt auf Ursachenanalyse und nachhaltige Lösungen fokussiert.
An dieser Stelle möchten wir Marc Bless einen großen Dank aussprechen für seine Unterstützung beim Start und während der ersten Schritte auf unserer Reise in die agile Welt.